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sascha (saša ) hawemann/regisseur&autor: textwerkstatt/tekstovi

  • Texte

  • schotter


    I
    ich schrumpfe mit meinen aufgaben
    laufe leise kopf geneigt ideen
    hinter der hirnrinde mein keller
    gewölbe eher luftschutz oder
    faulen mit der zeit das geschlecht
    nagel ich an ein brett
    wie die jakobiner ihre
    mützen die roten

    II
    ich habe texte gefunden von
    meinem vater geschrieben im sommer
    92 kroatien war mitten im krieg
    und ausser den freiwilligen
    einer faschistischen miliz
    sahen nur noch wir beide
    aufs meer und aufs gestern
    auf einer schönen stillen
    insel und die freiwilligen
    grüßten uns jeden morgen
    mit sieg und heil
    und wir liefen
    zu einer stillen bucht

    mein vater erwähnt mich
    mit keiner silbe war nicht
    dabei sah nicht das meer
    war ein schattensohn
    mein krieg war kein jahr alt
    gegen dieselben die nun am
    nebentisch sassen in schwarz
    vielleicht roch er meine angst
    meine wut ich würde töten
    er hasste krieg und armeen
    vielleicht mich den soldatensohn
    auf dieser insel mitten im krieg
    Ich roch nach meer und
    ich war der krieg ein jahr
    alt oder jung
    kein sohn
    kein bild

    mali lošinj
    1992

    III
    hab nen müller gesehen
    der krieg der welt
    sehr weit weg
    die sprache gewaltig
    hohl wie der tropfstein
    schön zu sprechen
    im schönen kostüm
    im faschistisch krummen schritt
    ohne denken bleiben
    die verse hohlgeschosse der
    müller einer mit mühle und mehl
    nicht der mit dem krieg
    der revolution der stille danach
    in einer clownswelt ein salon
    nach dem dritten
    weltkrieg

    IV
    Er trug immer sein Häftlingshemd mit dem rosa Winkel
    egal ob ich ihn im Fenster des Café Schönhauser
    oder am Tresen der Schoppenstube sitzen sass
    einmal begegnet ich ihm an der Parkingausfahrt
    in der Kastaninienallee einem beliebten Ort zum
    cruisen was ich damals nicht wusste da stand er
    mit seinem gestreiften Hemd und dem rosa Winkel
    eines Tages verschwand er ist gestorben sagte der
    Kneiper gab mir ein Bier und ein Taschentuch
    für das Blut Naziskins haben uns überfallen
    Wir sind in die Schoppenstube gerannt
    nur in den schwulen Läden wurden wir Punks
    in Frieden gelassen
    Wo isn der mit dem rosa Winkel
    Gestorben trink dein Bier und raus
    Machst alle nervös
    mit deinem Blutgesicht

    V
    fülle mit vielen worten
    sprachlose herzen die
    vom eignen tod zu früh
    erfahren haben irgendwo
    die werra oder so

    VI
    ich habe von einem dichter
    gelesen der über die habgier die banken
    kredite zinsen das böse der welt
    schlecht hin seine wörter legte
    mit versen gefesselt schäumend
    der zorn daran erstickte sein verstand
    der wurde faschistisch und er
    ein irres tier

    VII

    ICH WAR NEUNZEHN
    ist ein Film von Konrad Wolf, einem deutsch russisch jüdischen Regisseur.Eine Hochschule wurde nach ihm benannt, sein Bruder ist auch bekannt.Ich war Neunzehn ist einer meiner Lieblingsfilme.Ich sehe mir den Film mindestens dreimal im Jahr an.Es gibt acht Gründe warum.
    Ich werde sie hier nicht benennen.
    Ich bin einmal mit Jaeckie Schwarz, dem Hauptdarsteller des Filmsan der jugoslawischen Adria, genaugenommen auf der Halbinsel Rogoznica einen vierzehn Meter hohen Felsen ins Meer gesprungen,
    auf den Kopf.
    Ich war Neunzehn.
    Ich war verliebt.

    (Konrad Wolf zum 100ten)

    VIII
    zu jesus and the merry chaine tanzen / um vier uhr nachts schweissnass vom tanzen sich vom tankwagen nassspritzen lassen / auf der heissen betontreppe sitzen auf ein mädchen warten und der fernseher der halblinden uhrmachers ist zu laut / hundertausende brüllen wir wollen waffen / nach dem verschossenen elfmeter im viertelfinale gegen argentinien brennt das erste haus

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    5. Februar 2025

  • Novi Sad

    https://www.instagram.com/reel/DFjaAZioUnPwXEOlquGorPnl-56Mcs6Eo1W6gM0/?igsh=bDdtdXd0M2FzYW9q

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    2. Februar 2025

  • studenti

    šetaju se da ne bi morali

    da napuste zemlju

    tešku

    govore to u kamere

    ja sam napustio svoj san

    i otad zivim govorim

    u snovima

    i šetam svoju senku

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    1. Februar 2025

  • ÜBER DEN KRIEG (OSTBERLIN)

    (1977 bis 1982)

    Mein Weg zur Schule führte durch eine lange krumme Strasse alle Häuser waren von Kugeln durchlöchert
    es gab keine zehn Zentimeter Putz der nicht ein schwarzes bräunliches Loch hatte
    Ein Schulkilometer im Jahr 77
    sah aus wie
    im Mai 45

    An der Straßenkreuzung vor meinem Hauseingang
    verkaufte ein beinloser Mann im Rollstuhl Zündhölzer Schnürsenkel
    er schüttelte eine seiner Schachtel um mit seiner Strechholzsamba
    auf sein kleines Geschäft aufmerksam zu machen
    Seit 1918 hatte die Stadtverwaltung von Grossberlin Kriegsversehrten
    meist blind oder ohne Gliedmaßen kostenlose steuerfreie
    Lizenzen sowie Standorte für den Strassenverkauf von Zündhölzchen
    und Schnürsenkeln angeboten
    in Ostberlin übernahm man diese Maßnahme
    Schuld war nur der Bossa Nova

    In drei Jahren haben meine Schulfreund Peter und ich
    zwischen der Senefelder Strasse der Schönhauser und dem
    Kollwitzplatz ein verrostetes Stug44 eine Handgranate und
    eine Pilotka gefunden Peter wollte eine Wehrsportgruppe
    damit gründen hat er im ZDF gesehen dass die da sowas haben
    und fast so heissen wie ich Hoffmann Hawemann
    Ich hab ihm eine gescheuert denn ich dachte wir wollten
    eine Partisaneneinheit gründen
    No Pasaran
    dann scheuerte ich ihm noch
    eine

    Meine Mutter ging ab und an ins Ganymed
    um dort mit Heiner Müller Tafelspitz zu essen
    es soll der beste Tafelspitz der DDR gewesen sein
    Sie wurden immer vom selben Kellner bedient
    mit größter Aufmerksamkeit und besonderer Liebenswürdigkeit
    in der sonst sehr unliebenswürdigen DDR
    Heiner Müller sagte während einer der
    Besuche zu meiner Mutter
    Er ist übrigens Jugoslawe wie du
    und sie luden den Kellner auf einen
    Wein ein nach dessen Schichtende
    Er war Ustascha in der schwarzen Legion
    nun Kellner im Ganymed erzählte er
    Mein Vater war Politkomissar seit 41
    in der 6. Krajina Partisanenbrigade
    und hätte dich erschossen Ustascha
    und sie tranken den
    Wein aus und gingen im folgenden
    Monat Tafelspitz essen und der Kellner
    bediente sie wieder mit größter Aufmerksamkeit
    und besonderer
    Liebenswürdigkeit

    Im Schusterjungen gegenüber vom Hackepeter
    zwei sich genau gegenüberliegenden Eckkneipen
    in denen ich frisch gezapftes Bier für meinen Vater
    holen ging saßen in einer Ecke die Überlebenden
    des Sturms 17 der Schusterjunge war schon vor 33 ihr
    Sturmlokal jetzt sangen sie hier jeden Abend das
    Horst Wessel Lied
    Ostberlin 1981
    Machen sie bitte den Krug voll
    Biste 16
    Nee

    Über der Löffelerbse
    einem einfachen Suppenrestaurant
    wohnte ein Mann der zehn Dörfer
    angezündet hat mit Menschen drin
    der sich mit der Wehrmacht zurückgezogen
    hat und nun seit 49 über der Löffelerbse
    wohnt mit falschen Namen und mit Bart
    das erzählte mir sein Enkel mein Schulkumoel
    der Mann sein Opa sagte mir als wir ihn
    besuchten nur wie schön es für ihn
    sei wieder in seiner Muttersprache mit
    mir zu sprechen kroatisch
    ich sagte serbokroatisch
    er sagte nur noch
    geh
    er war Offizier in der
    Schwarzen Legion
    Löffelerbse
    1982


    in illustrer runde umamrte der einarmige
    theaterkritiker meine zierliche mutter
    ich durfte ihr wunderbares land
    als junger mann kennenlernen
    mit meiner junkers 88
    flog ich über den grausamen velebit
    die betörende dinara das berauschende neretvatal
    meine mutter nickte nur artig
    in diesen bergen und schluchten
    kämpfte ihr vater gegen die deutschen
    italienischen einheimischen faschisten
    glücklicherweise hatte der einarmige mit seiner
    JU 88 ihren vater nicht gesehen
    die schönheit der naturinszenierung
    hatte die sprengbomben im mutterbauch
    belassen

    Irgendwann 77 als sie Biermann ausgebürgert haben
    kam mein Opa zu Besuch nach Ostberlin
    dort traf er auf einem Familienfest den Vater
    meines eingeheirateten Onkels
    den weissgardistischen Emmigranten und
    Biognetiker der nun bei Grimma strenggeheime
    Datschengrosse Kürbisse Melonen und Zucchini
    für die DDR züchtete die die NVA billig satt machen
    sollte und heimlich tanzte er in den Gewächshäusern
    er war der begabteste Ballettänzer in Belgrad 1939
    das Biologiestudium nur eine Episode vor dem Sprung
    Die beiden Männer soffen sich unter den Tisch
    redeten russich der Genetiker das seiner Jugend
    der Dreissiger Jahre in Belgrad der Partisanengeneral
    das russisch der Militärakademie Frunse 1946
    mit den Deutschen
    wechselten sie
    kein Wort

    Ich habe regelmässig im Plänterwald
    mit zehn Schüssen zehn Nelken
    getroffen obwohl die Gewehre ihre
    Läufe schief und krumm waren
    die Stofftiere schenkte ich irgendeinem
    Metal oder Hippiemädchen aus Thüringen
    oder Sachsen die am Scooter herumhingen
    Ich war ein guter Schütze das wusste
    meine Pankerbande also gaben sie mir
    ihr gesamtes Geld um den Campari aus dem Intershop
    freizuschiessen meine Schiessschule
    im Plänterwald 1981 machte mich wohl
    zum Scharfschützen der jugoslawischen
    Armee 1991 in der traurigen Ebene
    Ich schoss nur in den
    Himmel keine
    Angst

    Micha hat mit einer Stielhangranate der Wehrmacht
    die Trafostation am Arkonaplatz gesprengt
    in der ganzen Gegend fiel das Licht aus
    und wir brüllten auf den Tischtennisplatten
    RAF RAF RAF die Stasi kam in unsere Schule
    und Micha nach Torgau für vier Jahre
    die schönen Tage von der Schwedter Straße
    waren nun vorüber als ich mir mit Micha im Schafzimmer
    seiner Eltern stillschweigend die Pokerpornokarten
    aus den Fünfziger Jahren ansah
    die Trafostation zerfetzt
    die Häuser ohne Licht
    RAF

    Er trug immer sein Häftlingshemd mit dem rosa Winkel
    egal ob ich ihn im Fenster des Café Schönhauser
    oder am Tresen der Schoppenstube sitzen sass
    einmal begegnet ich ihm an der Parkingausfahrt
    in der Kastaninienallee einem beliebten Ort zum
    cruisen was ich damals nicht wusste da stand er
    mit seinem gestreiften Hemd und dem rosa Winkel
    eines Tages verschwand er ist gestorben sagte der
    Kneiper gab mir ein Bier und ein Taschentuch
    für das Blut Naziskins haben uns überfallen
    Wir sind in die Schoppenstube gerannt
    nur in den schwulen Läden wurden wir Punks
    in Frieden gelassen
    Wo isn der mit dem rosa Winkel
    Gestorben trink dein Bier und raus
    Machst alle nervös
    mit deinem Blutgesicht

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    25. Januar 2025

  • Tuzla

    prvog maja pred rat


    sećam se

    sećam se tuzle visokih solitera
    krive reke tople noći neznih
    reči znali smo da nam je pripala
    samo jedna noć i sijali smo
    i padaju zvezde kao u pjesmi
    na nase vlazne usne i vrelu kozu
    i ljubimo se pod crnim nebom iznad
    krive reke bez imena još bez krvi
    pricali smo jedan drugome
    ono sto zelimo i ono
    sta sanjamo da budemo
    i gledali reku i gledali jedan
    drugog kao za ceo jedan zivot
    pola sata pre nego sto smo sanjali
    zeleli i ljubili u klubu u tuzli
    je izbila tuca krvava
    cetnik mater mu jebem
    balija jedi govna
    vadi noz vadi bokser
    oboje smo pobegli na ulicu
    poceli da delimo strah
    prepoznala naglasak odmah
    beograd
    da a ti
    tuzla tuzlanka
    jel te strah
    ne nije nisam cetnik
    onaj unutra jeste
    vrijedjao ljude vadio noz
    plesao uz REM ne razumem
    tiho tiho ti ajd samnom
    i ona me povede na uzvisicu iznad
    rijeke ukljestenu medju belim
    soliterima da pricamo da gledamo
    zvijezde naše oči
    ajd beograde
    da se ljubimo
    jel te strah
    ove noci ne
    ove noci cemo se ljubiti
    seviti voljeti samo jednu
    noć ti ćeš me lizai ja ću
    ga osćati duboko u meni
    i pusticemo naše sokove
    pod zvijezdama da se slivaju
    na zednu zemlju znacemo da
    je ova seva prva i poslednja
    kao nas kratki susret
    a ovaj ce grad tonuti u
    san pa u vatru za godinu
    dana zbog noza
    zbog boksera
    zbog nemih
    starih reka
    punih
    soli


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    19. Januar 2025

  • ÜBER PUNTILA MATTI UND MARGARETE

    Margarete Steffin legt in einer Blutlache. Matti liest Zeitung.Puntilla fährt seine Tochter mit dem Studebaker durch seine Wälder,sie singt mit dem Autoradio mit.Eine Panzerkolonne.

    MARGARETE:
    Hab die ganze Nacht nur blutgekotzt und liege nur noch im Bettblut an meinem kleinen roten finnischen See
    und er liest die Weltzeitung
    ändert sie nur noch aufm weissen Papier
    bin nur der rote Lungendreck darauf ein
    Schatten auf deiner weißen dünnen Haut
    Matti Bert…magst schnelle Autos mehr als lahme Mädels wie mich oder die eigne Birne Helene
    Ich konnte deine Handschrift immer so gut leiden sie nie
    Ich muß eine wunderbare Zeit gehabt haben mit dir
    da in Deutschland
    wo die freien Künstler avantgard
    über Nacht zu Nazis Mitjoggern werden
    klassisch kalt der Blick auf schwarze Zahlen hinweg über
    die Verfolgten die Ängstlichen
    meist aus dem Osten dem Süden
    Ich bin erstaunt, wenn mir im finnischen Eis das Mädchen sozusagen entgegentritt, das ich damals gewesen bin.
    Es konnte natürlich nie gut ausgehen, Bert oder Matti
    Ich trenne nicht mehr die Kunst die Wirklichkeit nicht
    uns, weil ich krank war. Auf der Brust im Himmel Stukas
    Ekelhafteste Krankheit der Welt wenn Scherz dich auffrisst. Als ich 19 war, gingen wir im Wald spazieren. Unter jungen Birken, es war wunderschön und wir
    sprachen vom Kommunismus und -

    MATTI:
    Fickten.
    Glotzten romantisch


    MARGARETE
    Hast recht bin die mit dem Lungendreck im Exil.
    Gleich klopft der Deutsche an die Tür im Panzerwagen
    Klopf klopf und Sieg und Heil und Goethe Schubert
    brennt klassisch die Scheune ab Frauen Kinder die Fugen
    Ich verstehe viel zu wenig vom Leben also .Natürlich hast du keine Schuld Bert. Hast mir ja immer gesagt,
    „Ich habe das Gewissen eines Eisklumpens“ Hört sich ganz gut an, wenn man zusammen liegt und lacht. Du als Eisklumpen ich als Schneeflocke. Schmutz ist Materie an ungewünschter Stelle. Auftritt Puntilla
    Grossbauer
    Grossfinne

    …
    …
    …

    EIN KOMMENTAR
    denke an die vielen die deutschland verließen
    da sie zu den wenigen gehörten
    und die wenigen blieben als sie
    zurückkamen die nicht sieg oder
    heil deutsch sein über alles schrien
    gern auch innig aus dem herzen
    aus kinder oder altenmund
    da gab es keine grenze die gabs
    nur für die wenigen mit den koffern
    den halben romanen stücken bildern
    die sich den hals brachen mit blick
    aufs meer gern lavendelfeld
    oder mit halboffenen mund
    auf die decke glotzend mit strichnin
    im mund nen bessren himmel erhoffend
    aufgefunden aufgeschnitten in ein
    loch gelegt endlich nun zu den vielen
    nicht den wenigen
    angehören

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    15. Januar 2025

  • IRGENDWO BEI MANNHEIM

    die mutter setzte sie auf den tisch 

    diesen schmalen aus den ICEs

    sie konnte sich nicht aufrecht halten

    immer wieder fiel ihr der schwere kleine 

    kopf mit den grossen augen auf die brust

    ihr schmalen beine und die händchen 

    hängen wie von unsichtbaren fäden 

    abgeschnitten herunter von der kleinen

    pinocchina aus atghanistan auf den schmalen ICE tisch

    die junge frau die lippen säuerlich zusammengekniffen

    hinter dem laptop mit den vielen aufklebern und 

    bekenntnissen zu vielem sagte nur

    können sie die nicht vom tisch nehmen 

    das kleine mädchen mit den grossen augen

    auf dem hellen tisch versteckte ihr gesicht 

    und die grossen augen die alles sehen 

    daraufhin hinter ungeschickter

    fadenloser hand der ballen nach aussen gekehrt

    die zunge auf den lippen liegend verdreht der

    kleine zu grosse kopf 

    ich sagte nur

    kleb dir deine aufkleber aufs

    kalte herz das säuerliche

    vielleicht färbt was ab 

    die mutter hob die kleine pinocchina 

    vom tisch und stieg in mannheim aus

    dort gibt es einrichtungen 

    hinter mauern 

    grosse augen

    UND ICH

    heul hinterm fenster

    ich sortiere die blätter 

    meiner toten mutter für den staat der will

    steuern für konzerne die in dreck und metall 

    machen alte männer mit dürren hälsen stopfen

    sich steuerlos ihre hälse und geschütze 

    in die dürren hälse meine mutter 

    ihr letzter wille war ohne angst zu sterben

    ihre klitzekleinen geballten fäuste gen himmel 

    unterbrochen von der plattendecke made in gdr 

    im pflegeheim made by christus brd gestifteter

    seelenfrieden im kapitalen unfrieden sprachen

    von angst und kampf und

    so sterben partisanentöchter

    dachte ich nur die ikone in der hand 

    und mutter gottes trauerte im dauerregen

    am frankfurter tor einst stalinallee

    das kind in ihren armen flüstert nur

    no pasaran vergessen und vergessen

    die rechnungen klebe ich mir in die tränenreiche

    fresse und zahle mit herzwasser ihre kalten gier

    geschütze und renditen nachhaltig der dauerbeschuss

    wünsche ihnen das fegefeuer oder dialektisch eine

    revolution an den weißen dürren hals unter teurem hemd 

    der gierigen der drängler und mahner

    ihre zahlen zerfallen zur asche wie meine mutter 

    sie stopfen sich das geld in ihr kapitalistisches

    schlundmaul oder auf die taurusrampe 

    schiessen

    laut um ihr 

    schmatzen 

    zu 

    übertönen

    irgendwo

    bei mannheim

    hinter mauern

    kippt das kleine

    mädchen um

    eine frau sagt

    nur

    du

    schaffst

    das

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    15. Januar 2025

  • tri : snovi

    JEDAN
    pamtim
    sećam
    sanjam

    DVA
    zalim
    zelim
    mislim
    TRI
    bila
    jedna
    sreća
    sanjao sam 

    NEKO DRVO
    NEKU REKU
    san: u jednoj sobi sa drugim ljudima / iako puna ljudi
    bezšumna samo se čuju razna srca/tiha uplašena uzarena
    snazna setna umiruća / ispostavavlja se da je
    bela bolesnicka soba / nitko nije ocigledno bolestan /svi su nekako tuzni sklupcani i lezeci ćute
    nitko ne prica /samo se pogledima sprorazumevamo osecanja preplavljuju mene / trazim pogledom svaki delic tela / vidim samo nj.glavu kratko podsisanu / zelim da je vidim u potpunosti / uvek neki pacijent zaklanja pogled / dodirujem nekako njenu nogu/srce kuca sreca je velika/ulaze neki vojnici/ispostavlja se da se nalazimo u madjarskoj vojnoj bolnici usred borove šume/šetamo se kroz borovu šumu hodamo po mekanim iglicama/pozelim da nikad ne prestane hodanje/jedna šopava lisica donosi granje i polaze ga usred šumskog puta/lisica stoji i gleda u nas.

    HLADNI EKRAN
    TIHA ŠUMA
    boja ociju
    vrat glas
    polomljeno
    skroz gledanje
    citanje slusanje
    put pod suncem
    hladna vrata
    nebo brod
    knjiga slana
    drumovi daleki
    uspinjanje mali
    prozor pogled iz
    zgrade staklo palme
    soba snovi cekanje
    prazno do
    mene obris senka
    hladna koza vrela
    mekoca bes staro
    daleko unutar
    nestali svijez
    pre
    pre
    pre nego sto su
    nam umrli ocevi
    i majke

    sanjam godinama decenijama / gde sam,ne zelim biti,ali moram/selim se nocima,gde zelim biti/volim se ljubiti ne ljubim se/ ne moram i nije prazno i zakljucano/sreća /nije kamen sam pod svodovima / grumen zemlje u
    rucima pod jednim drvom starim punim plodovima
    jedno je dva/voleo sam dva/ostao jedan
    gledam san

    TERASA PRAZNA
    NEKI STARI NEMI BOR
    sedim u nekoj senci,sklanjam se od sunca.ispred mene 
    umorno od noći,lezi podno nekih stijena podnevno more,to je vrijeme kad svijet utihne,kada se čuju otkucaji srca iza zakljucanih,od morske sole nagrizanih dveri i spuštenih drvenih roletni,koja od smrti izgraditelja i utemeljivaca gube iz dana u dana svoju boju.prilepsku. cujem u blizini škrabanje po vlaznm papiru,s vrijemena na vrijeme škrabanje prestane, kucanje srca iza zatvorenih brava i solom netko u nekoj senci jednog bora.mijesto gde volim da sedim,da osluškujem svijet,gde prsti dodiruju tanko, prsti znaju da ispod zivi moj strah neka duboka noć, tvoje srce ponekad kuca,od gneva,straha.sedim u senci velikog bora i gledam podnevno more,vrijeme kada svijet utihne
    strah i gnev skupa
    valovi
    gledaj
    sunce

    BOSONOG
    VRELE STENE

    volim da gledam kroz prozor oduvek sam gledao kroz
    prozore gledao brda šume gradove planine sela reke more.
    zivim iza prozora nadohvat zivota nadohvat brda šuma mora ostajem nadohvat jedino oci ulivaju
    nadu bez dohvata zatvoren iza stakla
    pravougaonih ili okruglih

    PROZOR AUTOBUSA
    PROZOR VOZA

    iza prozora
    san
    sommer
    nacht
    traum

    SOBA SNOVA
    MIRIS DVOJE

    sinoc sam sanjao more
    mene na starom drvenom camcu
    kao mladog ribara
    moga dedu koji izlazi iz jedne sobe
    bio je skroz garav
    izgledao kao da je izgoreo
    sedeo sam pored nje
    camac se ljuljao zbog nemirnog
    mora odjednom je mesto buknulo
    u plamenu ja sam nju gledao
    polako sam goreo do belih kostiju
    osetio sam njen dodir dira sve u meni
    kad sam se probudio
    koza mi je mirisala
    na dim i smolu

    BRDO POD ZVEZDAMA
    SMEDJE I ZELENE

    moja mama lezi potrbuske na belom platnu
    izgleda kao neko staro dete
    usta su njoj poluotvorena
    i naizmenicno izlazi krv ili
    maslinovo ulje iz usta
    zapravo šiklja iz njenih usta
    ja nju prekrivam drugim platnom
    odjednom plivam u bezbojnom moru
    neko me nezno grli oko vrata
    ne vidim ko vidi se morsko dno
    zbog prozirnog mora razne ribe i jedan neboder
    iz zg,neboder koji sanjam
    vec 40 godina koji nikad nisam
    video i samo znam da je u
    gradu sada pod vodom u dubini
    šuma drvece od kamena dvoje
    zagrljenih šetaju u dubini
    mora,ja gledam sav u
    ulju i krvi

    ISPRED BRODA
    KUCA SRCE

    bilo nas je sestoro
    nasli smo se u jednom malo mestu
    usred zime.bura kiša i jedno jato
    svetloplavih ptica koja su pevala
    jugoslovenske pop pesme. ptice su
    padale sa neba,nas šestoro je trebali
    da snimi film a nismo znali koji.
    ponekad bi dosli neki ljudi u naše
    prazne kuce i zahtevali od nas da ih
    prodajemo.ja sam jednog lopatom razbio
    glavu i jebao mu mater fasisticku
    gledao me pelikan poprskan krvlju
    zaronio u sivocrno more koje je
    od teske crne zemlje
    trcim ka njenoj kuci
    nalazim samo sest kofera
    u jednom je zatvoren
    mali grad mali kao
    model koji mirise na …,
    i kišu,stare zgrade,borove
    autoput i vreo vazeuh
    mediterana u podne

    SAN DA SANJAM
    NE SAM

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    22. Dezember 2024

  • Weihnachten

    werden sie mir fehlen/ mein vater/ meine mutter/ werde ihre namen lesen/ kalt der stein weiss/ darunter leben sie nun/asche auf erde/nun regnet auf sie/ trauer/ tropf um tropf/ die hoffnung dass tannenzweige ein haus sein können/ unter dem sie liegen und sterne sehen/ leuchtet hell/ durch die erde hindurch/ der grosse wagen schaut

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    16. Dezember 2024

  • Pod vodom

    je tiho. pogled sa prozora na more pod vedrim hladnim nebom,drzim ga u sebi,negde se nastanio kraj pluća ispod srca. iznad mora. prostori su tihi,prigušeni koraci.sve je tiho, u miru.

    neko me pitao zašto stalno pominjem more
    ja se setim kako stojim satima gol ispred
    sveze okrecenog zida i neko mi gura staru
    krpu u anus „za ovcjake da te nadju“
    ja se setim kako me policajac udara drvenim
    pendrekom po glavi i kako se dere
    „ovaj je iz 39te godine i dere govna kao
    što si ti i jednim udarcem mi izbije dva
    prednja zuba 83e ne 38e i ja zamisljam
    more i kako se ljubim dok me tuku rastavljaju
    guraju nesto u anus cipelare i farbaju mi
    ud krecom zamisljen curi mi krv niz
    noge na pod glavne policijske uprave
    ostberlin lezi na moru

    koza slana topla meka tvrda vlazna slatka vrela mirisna noćna

    ima moć traje ne prestaje prozima skroz u skroz zvezde dubine

    metak po metak gadjam nebo da ne bi razneo ljude
    stare mlade ne brojim metke koje lete kao mušice
    oko moje glave oko mog šlema ja sam se upišao u krute sive pantalone u nekom slavonskom polju gadjam nebo koza moja je hladna ledena od straha drkam u otuznu zemlju po uniformi se sliva po upišanom od straha popucanu zemlju jebe šlem smrt jebe strah srce pod hladnom kozom strah od zivota po čahurama po metalu u poljima rafalna paljba sa druge strane tamo neko gadja nebo metak po metak po suncu netko stoji na čaurama
    bosonog krvav spaljenih tabana
    ispod velikog sunca
    neprobudjen

    san se ponavlja udvojen zivot mesta su druga nisu tudja

    iza borova zive deca sretna su kao ono dvoje koje sede u

    šumi i gledaju sobu punu knjiga

    sanjam svaki dan poceo sam da sanjam otkad znam 
    za svoje ja a to prvo ja je sanjalo smrt
    smrt je zivela ispod mog krevetica i mirisala je
    na smolu otad sanjam i mirisem smolu svaki dan
    moj zivot je san pre nego sto je saznao za reci
    za svijet uvijek sam sanjao beograd more jednu
    devojku ulice parkove kioske koje lete ljude koje mi otkidaju kozu čizme koje jedem zemlju koju gutam koja
    ima ukus crvene zemlje pomešane sa kredom
    hvatam zrak i krijem ga u dzepovima na granici
    niko ne kontrolise skriveni zrak kad ga krišom
    dišem u gradu u kome sve miriše na ugalj
    i snijeg osecam toplinu jedne stijene
    koja stoji usred mora
    na koju stane samo jedna
    umorna glava koja sanja
    smolu i smrt
    i njezni talasi
    lagano doticu
    glavu slanim
    morem kao
    najneznija
    ruka
    ikad

    gledaj kroz prozor

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    23. November 2024

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