Brief an einen Freund


den bruch kitten.

bevor mira ging,brach schon alles…habe nur noch geheult vor existenz und sinnangst.
mira wurde immer kleiner am ende ein vögelchen dass in meine hand passte/als dann der pfleger meinte sie isst nicht mehr/wusste ich sie will nicht,so wie man selber nicht will und kann/ich habe dann vier nächte mit unserer muttergottesikone an ihren bett gestanden/den tod vertrieben wie sie auch…sie hebte immer wieder beide hände zur faust geballt manchmal geformt zum stinkefinger/da musste ich lachen „jebem ti smrt“ sagte sie stumm und ich heulte auf den gottessohn und lachte und putze den heiligenschein der großen mutter/dachte die darf nicht rosten die ikone besteht die doch aus holz und silber/da mir am silber nichts liegt vergaß ich die rostfreiheit/schreibe dies damit es dich vielleicht tröstet/es bleiben unsere söhne der welt und uns geschenkt/ unser herzensgeschenk an den kreis des lebens/für die bücken wir uns in aldi regalen/weisst du die welt will unsere kunst nicht vielleicht wollen wir dann die welt auch nicht mehr/ da sinn fehlt und würde und brüderlichkeit in diesem saumagen /herzen verrosten nicht die machen schlapp oder verfetten/für dünnhäuter wie uns reißt die haut nun schneller.
mit oder ohne arbeit/zusammen tägt sich der mühlstein besser/ knackt nicht das rückenrad/

II
zur musik zur erde zum tod/
v. herz ist ein grosses und feines / es bricht bei musik / das reden ist schon schwer und schwer/
vielleicht was kleines feines von unseren ländern in den bergen / das wird meinen belgradern die herzen brechen aber mira den himmel öffnen / ajde jano kolo da igramo / nicht wörtlich gemeint /und die mutter gleitet zum vater in die erde/ vereint nun die moskauer liebe in harter deutscher erde/

III
das sagt mein herz / deines ist feiner mit tönen

IV
es ist ein kleiner friedhof/hügelig / märkischer balkan/
das schwingt nur das / was eine hand tragen kann /

V
asche

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